7. August 2008 - 21:36 Uhr
…beende ich diesen Blogg. Er wird in den nächsten Tagen eingestellt.
Wie meine - mittlerweile wenigen aber treuen - BloggbesucherInnen unschwer feststellen können und einige zurecht bemängeln, ist der Blogg längst nicht mehr aktuell.
Und bevor ich mit meinem Winterpullover den nicht ganz glaubwürdigen Eindruck herzustellen versuche, ich kommuniziere aktuell und regelmäßig über dieses Medium, habe ich beschlossen, diesen zu beenden. Meine Großmutter hat vor meinem ersten Ball zu mir gesagt: “Wenn es am schönsten ist, sollst du nach Hause gehen” - irgendwie fällt mir das jetzt ein und ein paar Bälle später sag ich, da hat sie sicher recht gehabt.
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6 Kommentare » | aus dem Leben, Persönliches
25. Juni 2008 - 23:50 Uhr
Nach einigen Wochen Verantwortung für die Grazer Verkehrspolitik kann ich ein erstes Resumee ziehen.
1. Es ist durchaus sinnvoll, keine “Verkehrsexpertin” zu sein, sondern aus einem ganz anderen Feld in diesen Bereich einzusteigen. Für die technischen Lösungen gibt es gute Experten (wenige Expertinnen). Doch vor der technischen Lösung und der Umsetzung kommt viel Anderes: Da geht es zuerst um unterschiedlichste Bedürfnisse, um Kommunikation und nicht zuletzt um die mehr oder weniger gerechte Verteilung von Chancen. Da kann ein anderer Blick sehr hilfreich sein, wenn er auch manchmal im ersten Moment nicht so leicht nachvollziehbar ist. Eine gute Chance herkömmliche Traditionen zu verändern, aber auch ein gewisses Risiko…
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4 Kommentare » | Verkehr, Stadt, Die Grünen
9. Juni 2008 - 22:57 Uhr
Ich habe gerade in den Kommentaren nachgelesen - “unaktuell”: ja, aktuell zu bleiben ist schwer zu schaffen. Aber ich versuche heute wieder einmal am aktuellen Leben anzuknüpfen: Und was ist aktuell?
Der grüne Rasen, Niederlande gegen Italien: die letzte Viertelstunde. Kaum schenke ich dem meine Aufmerksamkeit, fällt das nächste Tor, in diesem Fall ein Eigentor! Also auch an mir geht die EURO nicht einfach so vorüber, wie sollte sie denn auch?
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Kommentieren » | aus dem Leben, sport, Die Grünen
28. Mai 2008 - 07:26 Uhr
Ich erinnere mich an die frühen 70er und die damalige “erste” Ölkrise: Ein Pickerl am Auto hat darauf hingewiesen, wer an welchem Tag das Auto freiwillig nicht verwendet, bei uns war es glaub ich der Dienstag.
…und 2008: die Panik über den nicht mehr ganz überraschenden Anstieg des Ölpreises führt zu folgenden Reaktionen: “Die Ölfirmen sind Raubritter, der Staat (sic!) muss eingreifen und regulieren (siehe da, wie sich der freie Markt schnell in einer Sackgasse befindet), die PendlerInnenpauschale muss erhöht werden, das Kilometergeld etc….” Auch wenn ich nicht leugnen will, dass das Autofahren für manche Menschen wirklich existentiell notwendig ist und manche gar nicht drauf verzichten können, weil sie eben wohnen, wo sie wohnen oder weil die Zeiten des Öffentlichen Verkehrs nicht zusammenpassen mit den Arbeitszeiten ….
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1 Kommentar » | Umwelt, Verkehr, Stadt, Die Grünen
17. Mai 2008 - 15:29 Uhr
Bitte nicht wundern, dass ich mich nun seit einem ganzen Monat nicht mehr zu Wort gemeldet habe. Das hat nichts mit Abtauchen oder Ausweichen zu tun - denn jetzt wird die politische Diskussion erst so richtig spannend und nicht nur deshalb werde ich diese Hompage nicht so einfach sang- und klanglos verabschieden. Die Gründe liegen viel einfacher - ich war privat seit dem 24. April ohne Internetanschluss (durchaus eigentlich angenehm
- aber nicht umsetzbar, denn zu manchen Dingen komme ich ausschließlich zu Hause: Konto führen, private Post bearbeiten sowie Homepage betreuen eben.
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19. April 2008 - 00:34 Uhr
Auch wenn rundherum die Wogen hochgehen und die Aufgaben von Anfang an Bewährungsprobe sind, gibt es einen Arbeitsalltag, der irgendwann beginnt. Am besten in einem netten freundlichen Büro und mit einem guten Team! Und so haben wir heute offiziell Einstand gefeiert. Viele aus dem Haus sind gekommen um das Büro der “Vize” zu besuchen und hallo zu sagen. Ich habe mich genau so wie meine MitarbeiterInnen sehr über all die netten BesucherInnen gefreut und wieder neue Menschen kennengelernt, die für unsere Stadt arbeiten. Jetzt im Nachhinein fällt mir auf, dass viel Schokolade mitgebracht wurde - und fast alle haben diese mit dem selben Kommentar übergeben: “Zum Versüßen oder zur Nervenstärkung!”
Komisch, dass dieser Gedanke entsteht oder? Aber nicht von ungefähr, wie es aussieht ;-)
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12. April 2008 - 21:09 Uhr
Meine blogg-Pausen werden immer länger stelle ich gerade fest. Es ist viel passiert in den letzten Wochen. Wir werden schon wesentlich kritischer kommentiert und vor allem haben wir noch immer nicht unser gesamtes Koalitionsprogramm umgesetzt ;-).
Die “Umfärbung” bei den Stadtwerken löst viel Unmut aus und einige voreilige Schlüsse. Ich lade alle ein, uns einmal in die Reform gehen zu lassen und dann, wenn sie tatsächlich im Gange ist, zu urteilen, ob sie sinnvoll läuft oder ob sie in die falsche Richtung geht. Wie immer löst Veränderung zuerst Verunsicherung aus. Und es macht natürlich skeptisch, weil wir gemeinsam mit der ÖVP (die wesentlich mächtiger als wir im Aufsichtsrat vertreten ist) eine Reform anstreben und bisher in Fragen der Kommunalwirtschaft doch ziemlich unterschiedlich gestrickt waren. Was uns auch unterscheidet: Wir Grüne setzen weniger auf Tempo als auf Diskussion. Das heißt, ein Reformprozess mit uns wird nicht ganz schnell und glatt verlaufen, darauf können sich alle schon jetzt einstellen. Die Sicherstellung der kommunalen Dienstleistungen zu guter Qualität, guten Preisen und passenden Bedingungen für die MitarbeiterInnen ist das Ziel und auch so im Koalitionspakt festgehalten. Und daran wollen wir Grüne dann gemessen werden und danach kann dann auch das Funktionieren der Koalition beurteilt werden. Jetzt ist es noch etwas früh für den Abgesang, find ich.
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29. März 2008 - 10:29 Uhr
Wenn wir Homos heiraten, dann geht die Welt unter. So die Befürchtung des katholischen Familienverbandes, zumindest der Sprecherin Sissy Potzinger. Nun haben sich Schüssel und Molterer in der Frage der standesamtlichen Trauung für gleichgeschlechtliche Paare etwas zurückgelehnt und lassen unsere Gemeinderätin Potzinger die Diskussion austragen. Wie wir sie kennen, stürzt sie sich mit wehenden Fahnen ins Gefecht und appelliert an den Schutz der Jugend, der Familie und überhaupt all der Dinge, die “uns“ heilig sind.
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5 Kommentare » | Homosexualität, Die Grünen
26. März 2008 - 01:27 Uhr
wie z.b…. meinen Blog zu schreiben. Seit letzter Woche bin ich im “Amt” und entsprechend dicht ist mein Leben und so wird es auch weitergehen. Da heißt es dann entscheiden, ob ich nun die Wäsche mache oder doch lieber einen Beitrag für meine Homepage schreibe. Die Wäsche ist schon trocken und wird noch einen Tag warten können. Der Blog muss - so die ExpertInnen - regelmäßig betreut werden. Das “muss” ist natürlich zu hinterfragen - aber sie ist mir auch wichtig, diese Form der Kommunikation. Mir scheint es verhält sich ein bisschen so, wie mit den Zimmerpflanzen. Diese sind bei mir auf ein karges Leben eingestellt - sind sie aber einmal daran gewöhnt, geht es ihnen gar nicht so schlecht. Mein ältester Stock, wilder Wein, begleitet mich nun doch schon seit 23 Jahren - eine Freude und auch Ausnahme ;-). Und ganz stimmt der Vergleich ja nicht: ich habe nicht vor, 23 Jahre lang zu bloggen, denn die Form der Kommunikation ändert sich etwas schneller als unsere Art, Pflanzen zu pflegen oder eben die Tatsache, dass die Wäsche wirklich regelmäßig erledigt werden MUSS - auch wenn uns heute die Waschmaschine viel Arbeit abnimmt. Wobei die Dimension Wäsche wiederum davon abhängt, wer wieviel Wäsche verbraucht. Da sind wir als drei-Frauen-Haushalt sicher aufwändiger als so mancher Singlehaushalt - wenn auch sparsam dank Zeitmangel. Und die Übertragbarkeit zwischen allen Beteiligten erspart uns so manches Warten. Ein paar Shirts wechseln ziemlich unkompliziert - nach dem Prinzip, was da ist, ist da. Und: meine Töchter sind immerhin so weit, dass sie eine Waschmaschine selbst bedienen können, wenn es ihnen reicht. Auch nicht schlecht. Und notwendig, wenn das Werkel laufen soll 
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15. März 2008 - 13:29 Uhr
…in meiner Traumstadt
Wer immer mir vor drei Monaten erzählt hätte, dass auch das ein Ergebnis unserer Wahl sein könnte, hätte mein absolutes Unverständnis geerntet. Nach hartnäckigem Widerstand von Seiten der SPÖ (sehr unterstützt von FPÖ und BZÖ) die sich nicht damit abfinden will, dass wir uns für eine klare Zweierkoalition mit der ÖVP entschieden haben, wurde ich gestern zur ersten grünen Vizebürgermeisterin von Graz gewählt.
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5 Kommentare » | Gemeinderat, Homosexualität, Stadt, Die Grünen