Meine jüngere Tochter hat sich eine Darmgrippe eingefangen. Nach einer durchwachten Nacht habe ich heute also die meisten meiner Termine storniert und bin zuhause geblieben . Solche Tage - so selten sie sind - habe ich immer gern gehabt. Sie bringen unerwarteten Spielraum und plötzlich entsteht Zeit abseits vom stressigen Alltag. Zeit, die ich mit meinem Kind verbringen kann, Zeit fürs Verwöhnen, Kuscheln und Vorlesen. Kinder und Arbeit unter einen Hut zu bringen ist für viele Frauen eine tägliche Herausforderung, die zwischendurch sehr an die Substanz geht. Pflegeurlaub kann neben intensiver Pflege also auch ungeplantes Kräftetanken zwischendurch bedeuten. Voraussetzung dafür ist allerdings, er wird - so wie das rechtlich vorgesehen ist - jenen, die in brauchen auch tatsächlich zugestanden ohne Stress am Arbeitsplatz nach sich zu ziehen - was leider allzu häufig der Fall ist!
Der Steirische Herbst wird zum 40. Mal eröffnet. Listhalle. Die als sehr laut und pompös angekündigte Schallinstallation, zu lang und dafür zu wenig. Eine individuelle Wahrnehmung? beim Umhören danach doch nicht so individuell. Ein echter Höhepunkt ist dafür die Rede der Intendantin. Eine klare Sprache - erfrischend eindeutig und kein abgehobener Intendantensprech. Eine Frau, die nicht nur sich selber (zu)hört. Der wichtigste Satz für mich ging ungefähr so: was uns wirklich berührt ist das Fremde, das was uns nicht vertraut ist. Ein schönes Motto für einen Herbst, dem zu seinem 40er nicht mehr so viel Enthusiasmus entgegengebracht wird. Vielleicht zu vertraut, zu nahe nach der langen Zeit? Ich freu mich über ein Programm, das mit einigen Acts den öffentlichen Raum ergreift - den wichtigsten Platz in der Stadt.
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24.9.2007, Morgenjournal auf Ö1: Die Welt braucht am aller dringendsten eine Klimakonferenz nach der anderen. Dieser Tage sogar parallel. Während die UNO eine eigene große Konferenz zur Vorbereitung für Kyoto II veranstaltet, will uns der amerikanische Präsident mit einer eigenen Konferenz immer noch beweisen, dass für ihn Klima und Wandel das Klima nicht wandeln. Wer den Autofreien Tag in Graz wahrgenommen hat, weiß, was wir wirklich dringend brauchen: Die Verantwortung jedes und jeder Einzelnen und eine Politik, die sich nicht mehr über die Ursachen streitet, sondern endlich Entscheidungen trifft und auch gegen bestimmte Lobbies Maßnahmen durchsetzt.
Herr Dr. Schaller hat sich unter den Auspizien des Bundespräsidenten geoutet. Das ist bei uns immer noch mutig und beachtlich. Mit seinem Vergleich mit Bayern hat er auf einen Zustand hingewiesen, der uns Homo- undBisexuellen sowie Transgenderpersonen in Österreich wirklich schon ziemlich auf die Nerven geht. Weit konservativere Länder dieser Welt schaffen, was hier nicht sein kann, weil es nicht sein darf. Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgenderpersonen und damit endlich ein Ende der Diskriminierung - was ist das schlimmste das geschieht? Dass ein paar Menschen mehr ihren persönlichen Lebensentwurf frei und uneingeschränkt leben können? Welche Bedrohung!
Die Nachwehen der gescheiterten Fachhochschulaktion durch die Landes-Bildungsrätin sind heftig und sie tun wirklich weh! Die ÖVP versucht sich mittels dringlichem Antrag - der sowieso ein gemeinsamer aller Fraktionen ist - als Verteidigerin der Stadt gegen das Übel „Land Steiermark“ in Szene zu setzen. Die Stadt-SPÖ, die nach der Ankündigung von Vollath, die Studienrichtungen der FH von Graz nach Kapfenberg absiedeln zu wollen, ein paar Tage gebraucht hat, um sich vom Schock zu erholen, erhebt im Gegenzug Walter Ferk zum wirklichen und einzig wahren Retter der Fachhochschulen. Die Diskussion gipfelt letztendlich darin herauszufinden, welche der Fraktionen nun als erste mit einer Presseaussendung an die Öffentlichkeit gegangen sei.Letztendlich hat uns diese völlig unsinnige Diskussion über ein Thema, das in Wahrheit schon seit Montag vom Tisch ist zumindest gezeigt, worunter wir in dieser Stadt alle leiden. Denn wer gezwungen ist diesen erbärmlichen Diskussionen zu folgen, dem wird bald klar, wie eine sogenannte Arbeitsregierung von ÖVP und SPÖ in Graz funktioniert: gar nicht!
Für mich als Spitzenkandidatin der Grazer Grünen findet der Wahlkampf nun schon seit einiger Zeit statt auch wenn er offiziell natürlich noch gar nicht begonnen hat.;-)) Unzählige Begegnungen mit GrünsympathisantInnen und GrünkritikerInnen. Fast alle Gespräche führen später - meist viel früher - unweigerlich zum Thema Gemeinderatswahl. Neben all den Einschätzungen zum Verlauf des Wahlkampfes, zu den möglichen Chancen für die antretenden Parteien und insbesondere für uns Grüne taucht in diesen Diskussionen ein Widerspruch doch regelmäßig auf:
Auf der einen Seite wird vehement die Erwartung an eine erkennbare und profilierte grüne Politik an uns herangetragen - auf der anderen Seite und meistens im selben Atemzug wird in gut gemeinter Form vor zu “einseitigen” Positionen gewarnt. Wobei Positionierungen wie etwa zu Menschenrechten, Zuwanderung, Feminismus, sexueller Orientierung, Suchtpolitik bis hin zu deutlichen Umlenkungsmaßnahmen in der Verkehrspolitik (Citiymaut) gemeint sind. Ich wundere mich immer wieder und frage mich:
Woran soll grüne Politik erkennbar sein, wenn nicht an klaren und manchmal eben auch “einseitigen” weil parteilichen Positionen? Gibt es einen guten Grund, grüner Politik mit Hilfe von Weichspülern die Kanten abzuschleifen und sie kuschelweich zu waschen?
Ist bei allem Erfolg grüner Politik schon genug erreicht? Es ist erfreulich, wenn auch andere Parteien endlich erkannt haben, dass es idiotisch ist, den Klimawandel nicht ernst zu nehmen. Reicht es aber, vom Klimaschutz zu reden und dann nichts zu tun? Reicht es, Toleranz und Menschenwürde zu predigen und weiterhin Menschen auszugrenzen?
Grüne Politik verträgt keinen Weichspüler, denn grüne Politik ohne Kanten und Positionierung ist nicht weicher sondern am Ende keine Politik.
“Mama, weißt eh: Küssen dürft ihr nicht”
Wie frau ein Outing gelingt, wenn sie auf pubertierende Kinder Rücksicht nehmen muss, erzählte die Grüne Lisa Rücker dieStandard.at …