7. August 2008 - 21:36 Uhr
…beende ich diesen Blogg. Er wird in den nächsten Tagen eingestellt.
Wie meine - mittlerweile wenigen aber treuen - BloggbesucherInnen unschwer feststellen können und einige zurecht bemängeln, ist der Blogg längst nicht mehr aktuell.
Und bevor ich mit meinem Winterpullover den nicht ganz glaubwürdigen Eindruck herzustellen versuche, ich kommuniziere aktuell und regelmäßig über dieses Medium, habe ich beschlossen, diesen zu beenden. Meine Großmutter hat vor meinem ersten Ball zu mir gesagt: “Wenn es am schönsten ist, sollst du nach Hause gehen” - irgendwie fällt mir das jetzt ein und ein paar Bälle später sag ich, da hat sie sicher recht gehabt.
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6 Kommentare » | aus dem Leben, Persönliches
9. Juni 2008 - 22:57 Uhr
Ich habe gerade in den Kommentaren nachgelesen - “unaktuell”: ja, aktuell zu bleiben ist schwer zu schaffen. Aber ich versuche heute wieder einmal am aktuellen Leben anzuknüpfen: Und was ist aktuell?
Der grüne Rasen, Niederlande gegen Italien: die letzte Viertelstunde. Kaum schenke ich dem meine Aufmerksamkeit, fällt das nächste Tor, in diesem Fall ein Eigentor! Also auch an mir geht die EURO nicht einfach so vorüber, wie sollte sie denn auch?
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12. März 2008 - 00:19 Uhr
Mutter kommt abends müde heim und nimmt sich vor, die E-mails schnell zu bearbeiten. Kaum sitzt sie am PC, kommt die 14-jährige Tochter und meint “bitte lass mich ganz kurz ins Internet”. Nun, ganz kurz bedeutet, dass es sich nicht auszahlt, in der Zwischenzeit etwas anderes zu beginnen, meinen die Naiven. So naiv ist sie nicht mehr, also wäscht sie inzwischen ab. Fünf Minuten danach: “Bitte mein Schatz, ich möchte da rein” - ”Gleich, Mama“. Nach weiteren zehn Minuten die Mutter: ”Ich bin müde und will das erledigen, tu weiter!” “Jaa, Mama, ich steig ja schon aus” die Tochter seelenruhig mitten im Chat. Die müde Mutter setzt sich mit der Post auf das Sofa; nach weiteren 10 Minuten stellt sie sich und der Tochter die Frage, warum “ganz kurz” so lange dauert? “Ich bin ja gleich fertig, ich muss da noch schnell antworten” Die Mutter legt die Füße hoch, lehnt sich zurück und dämmert weg. Zwanzig Minuten später wacht sie wieder auf: “Bist du immer noch da dran! Jetzt reicht es mir aber wirklich!” “Ja, wenn du sowieso schläfst!”. Stimmlage der Mutter erhöht: “Raus jetzt, das ist mein Computer!” Tochter mit kühler Stimme und ganzer Ruhe: “Gleich, Mama” usw. usw…
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2 Kommentare » | aus dem Leben
1. Februar 2008 - 10:04 Uhr
Nachdem im Wahlkampf wiederholt von der unbekannten Spitzenkandidatin die Rede war, ist das nun umgekehrt. Und plötzlich ist Frau Rücker eine allseits bekannte Person des öffentlichen Lebens. Das hat mindestens zwei Aspekte: Einerseits ist es wirklich sehr nett, derzeit durch die Stadt zu gehen und zu radeln. An jeder Ecke werde ich - immer überaus freundlich - angesprochen und es wird mir und uns Grünen viel Glück gewünscht - für die Zukunft, das Verhandeln, die neue Rolle, was immer. Gleichzeitig wird die Stadt wesentlich kleiner, denn es gibt kaum mehr Raum für schützende Anonymität - die ja auch ein Vorteil vom Leben in der Stadt ist. Nun will ich mich nicht beschweren: Erstens hab ich mich ja bewußt darauf eingelassen und zweitens wollten wir ja, dass “die Rücker” bekannter wird. Die zu bleiben, die Frau ist, ist in diesem Fall eine große Herausforderung. Auch, wenn ich einen Teil der privaten Lisa Rücker öffentlich gemacht habe, heißt das, dass ich an konkreter Stadtpolitik gemessen werden will und nicht daran, wie ich mein privates Leben gestalte. Mein Outing hatte gute gleichstellungs-politische Gründe, und aus den vielen Rückmeldungen weiß ich, dass dies ein wichtiger Beitrag war für das Sichtbarmachen von Lesben und Schwulen.
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28. Januar 2008 - 00:27 Uhr
…komme ich aus einem wohlverdienten freien Wochenende - übrigens mit meinen Mädels auf den Skiern bei optimalen Bedingungen gestern:-). Und kaum sichte ich meine emails (noch immer viele Gratulationen;-))), bekomme ich Beschwerden, weil ich hier schon so lange nichts mehr geschrieben hätte! Ja, so gehts mir ;-). Auch wenns viel zu schreiben gibt - da stimme ich ja zu.
Die letzte Woche war nicht nur durch Glückwünsche und Freude über das wirklich sehr gute Wahlergebnis geprägt, vielmehr haben wir die Weichen für die nächsten Wochen gestellt. Ab kommenden Donnerstag gehts ans Verhandeln mit der ÖVP. Und schon seit den ersten Angeboten geht das schwarz-grüne Gespenst hartnäckig um - siehe auch die unzähligen postings auf www.derstandard.at. Ich habe hier und dort schon mehrfach Stellung bezogen und kann nur sagen: Es wird der 13. März kommen und dann werden wir alle mehr wissen - es bleibt dabei: wir verhandeln und es wird - insbesondere für die ÖVP - nicht einfach werden. Und eine Entscheidung für eine Zusammenarbeit wird gut abgewogen sein. Es kann auch eine gute Entscheidung gegen eine Zusammenarbeit mit der ÖVP geben. Und so einige andere Varianten gibt es ja auch noch, ganz nebenbei. So viel dazu. Wenn ich wie jetzt eben im Fernsehen dem Wirtschaftsminister Bartenstein lausche, wie er sich - cool wie immer - aus der Verantwortung für den Klimaschutz in Österreich zieht und andauernd China vorschiebt, um für Österreich den dringenden Handlungsbedarf klein zu reden…..
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19. Januar 2008 - 16:01 Uhr
Heute am 19.1. gegen Ende eines aufregenden, lustvollen aber auch anstrengenden Wahlkampfes ein persönliches Resumee (- ich habe das bloggen übrigens liebgewonnen und werde es auch weiterhin versuchen!)
Eine kleine Statistik, nachdem ich mich gestern ein bisschen über die Aussagekraft von Statistiken beschwert habe, hab ich doch Lust, die Zeit des Wahlkampfes möglichst überschaubar darzustellen
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18. Januar 2008 - 08:45 Uhr
Die Preissteigerungen bei den Lebensmitteln sind Ausdruck einer bedenklichen Entwicklung. Auch wenn Fachleute erklären, dass heute Lebensmittel im Verhältnis zu anderen Ausgaben weniger kosten als früher: Die Statistik hilft zu oft, die realen Situationen auszublenden. Denn es kostet die Butter für alle gleich viel - für die sehr reichen wie die sehr armen und der Durchschnitt von 13% für Lebensmittel am Gesamteinkommen bedeutet, dass Arme einen wesentlich höheren Anteil dafür ausgeben als Reiche. Hinzu kommt, dass die Energie- und Wohnkosten “im Schnitt” um 10% zugenommen haben. Da ist es kein Wunder, wenn es für eine große Anzahl von Haushalten zunehmend schwierig wird durch den Monat zu kommen. Die Einkommensschere zwischen arm und reich und zwischen Männern und Frauen öffnet sich weiter und ein politisches Gegensteuern ist nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil - eine Steuerreform wird angedacht, in der die “Vielleister” (Molterer wie vor ihm andere) - will wohl heißen die Vielverdiener - besondere Entlastungen erfahren sollen. Nach dieser Logik beweist wer viel verdient, dass er (wohl meistens keine sie) viel mehr als andere leistet - ja so einfach ist das: verdienen Sie halt einfach mehr, dann sind sie für unsere Gesellschaft auch mehr wert!
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31. Dezember 2007 - 00:36 Uhr
…. der letzte in diesem Jahr. Zuerst mit meiner Tochter den neuen i-pod bespielt - gar nicht so einfach, wenn frau den PC nur fürs Schreiben und Internet verwendet, aber letztendlich haben wir es gemeinsam (mit telefonischem support) geschafft und sie ist glücklich mit ihrer Musik auf dem winzigkleinen Ding. Und jetzt Ulrike Folkerts mit neuer Frisur - irgendwie befremdlich, aber ich werd mich auch daran gewöhnen, ist schließlich eine liebgewonnene Sonntagstradition: “Tatort” um 22 h. Nicht nur meine oder?
Bestimmte Dinge brauchen ihre Zeit und ihren Raum - auch wenn Beruf und Politik noch so fordernd sind. Und das wünsche ich mir für das neue Jahr: Genug Zeit für meine Liebsten und Raum für die eine oder andere ”Tradition”. Wenn mir das gelingt, gelingt mir viel und auch allen anderen wünsche ich, im Jahr 2008 auf die wesentlichen Dinge nicht zu vergessen! Einen guten Rutsch in diesem Sinne!
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15. Dezember 2007 - 11:12 Uhr
In solchen Zeiten begegnen mir täglich mehrere Anlässe, die in meinem Blogg zu kommentieren wären. Aber das ist Zeit-technisch einfach nicht möglich. Mein auch sonst nicht langsames Leben läuft derzeit auf Hochtouren und da bleibt wenig Zeit fürs Hinsetzen, Nachdenken und auch noch gscheites Unterhaltsames schreiben und auch für die Dinge, die eigentlich wichtig sind im Leben - ich kann nur auf die Geduld meiner näheren Umgebung vertrauen. Ein Thema aus dieser vergangenen Woche möchte ich aber aufgreifen: Die letzte Gemeinderatssitzung in dieser Periode war auch die letzte für einige KollegInnen, von denen mir doch einige fehlen werden. Als erstes ist da Hermann Candussi, der nach jahrelangem Engagement als Gemeinderat, Klubobmann, Grünraum- und Ökologiesprecher und auch als Architektur- und Stadtplanungsexperte unserer Fraktion sich nun aus dieser Tätigkeit zurückzieht: Lieber Hermann, du wirst mir abgehen. Deine klare Sprache, die die Dinge mit viel Witz und Schärfe auf den Punkt bringt, dein Wissen, deine Kompetenz und deine guten “Verbinderqualitäten” und vieles mehr! Aber es gibt, wie gesagt, auch noch ein Leben außerhalb des Gemeinderats, und dafür wünsch ich Dir alles Gute und dass du uns im Bezirk und auch sonst in den Grünen Reihen erhalten bleibst!
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1 Kommentar » | aus dem Leben, Gemeinderat, Die Grünen
17. November 2007 - 10:44 Uhr
Kennen Sie vielleicht folgende Situation? Sie waschen die Wäsche - eine Ladung Handtücher - ordnen die gewaschenen Handtücher an ihren Platz und freuen sich über die erledigte Arbeit. Bei der nächsten Gelegenheit, wenn Sie das Bad benützen und nach einem frischen Handtuch greifen wollen, wundern Sie sich sehr, denn der Stapel Handtücher ist bedrohlich geschrumpft bzw. wie durch Geisterhand verschwunden. Nicht dass Sie glauben, dass ich das Badezimmer so selten aufsuche und deshalb womöglich zu spät dran bin. Nein, ich glaube die Mütter und Väter von Töchtern (eigentlich auch Söhnen??) um die 14 ahnen, welches Phänomen ich beschreibe: Die Handtücher lassen sich nämlich finden: im Bett der Tochter, im Schrank der Tochter, am Schreibtisch der Tochter, in der Ecke am Boden…. Jedes Handtuch mit dem einen Schicksal - einmal verwendet, angeschwärzt mit Wimperntusche und feucht. Und das täglich und als Dauerthema. Kennen Sie das? Wenn ja, wie lange dauert das?
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