Kategorie: Frauen


Uns Frauen kann geholfen werden

29. Januar 2008 - 10:05 Uhr

Gar nicht zufällig, sondern regelmäßig lesen und hören wir es, manche von uns können es sogar im Alltag sehen (- wer die Augen ein bisschen öffnet): Auch wenn wir Frauen noch so gut ausgebildet sind und die weibliche Beschäftigungsquote so hoch ist wie nie - es gelten die alten Gesetze: (viel zu) wenig Einkommen, einseitige Arbeitsteilung zwischen Männern und Frauen, weibliche (Alters)armut und immer die selben Märchen: Die hohe Beschäftigungsquote von Frauen sagt nichts über die Qualität der Arbeit und schon gar nicht über ausreichende Einkommen aus. Vielmehr ist durch die Zunahme der Beschäftigung kein einziger Vollzeitarbeitsplatz entstanden, der gesamte Zuwachs entstand durch Teilzeit und geringfügig/prekäre Beschäftigung - Wachstum ist also nicht per se positiv und ob´s den Frauen was bringt, ist schon gar nicht gesagt. Vielleicht kann das einmal jemand den Schüssels, Bartensteins usw. erklären?

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Auch die Industrie erkennt, wie wichtig Frauenförderung ist…

13. Januar 2008 - 14:26 Uhr

….bleibt nur noch, dass die politischen Entscheidungsträger dies endlich ernst nehmen. Heute Kleine Zeitung auf Seite 10: Claus Raidl, wirtschaftspolitischer Berater der ÖVP (!) und Generaldirektor von Böhler-Uddeholm spricht deutlich aus, was wir “linken Emanzen” schon lange fordern. ;-)

Konkreter Druck ist notwendig, damit sich in den Führungsetagen endlich etwas ändert. Die traurige Situation in der Frauenbeschäftigung und die weiterhin zunehmenden Einkommensunterschiede  zwischen Männern und Frauen dürfen “nicht dem freien Spiel der Kräfte” (O-Ton Raidl) überlassen bleiben. Wir haben schon mehrfach Anläufe unternommen, damit die Geschäftsführungs-und Aufsichtsratspositionen der stadteigenen Unternehmen verstärkt mit Frauen besetzt werden - derzeit sind wir erst bei ca. 10%. Dass die öffentliche Auftragsvergabe an Frauenförderungskriterien in den Betrieben gebunden wird, entspricht ebenfalls einem dringlichen Antrag, den ich eingebracht habe. 

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In memoriam Benazir Bhutto

28. Dezember 2007 - 15:13 Uhr

Ich erinnere mich noch an das erstmalige Antreten von Benazir Bhutto. Damals gab es ein paar wenige Frauen, die in den sogenannten “Entwicklungs”ländern an die Macht kamen. Irgendwie entstand der Eindruck, dass dann wenn gar nichts mehr geht, die Frauen ans Ruder gelassen werden, um gerade zu biegen, was vorher jahrelang politisch vermasselt wurde. Nun kann ich nicht beurteilen, wie korrumpierbar auch eine Frau Bhutto war oder wie sehr ihr dies aus politischem Kalkül unterstellt wurde. Als Frau in einer sehr männlich dominierten Gesellschaft hat sie eindeutig Zeichen gesetzt, Verantwortung übernommen und sehr viel Mut bewiesen. Denn Politikerin sein und für eine Sache eintreten unter diesen lebensbedrohlichen und letztendlich auch lebensvernichtenden Bedingungen ist noch einmal etwas ganz anderes als hier in unserer doch friedlichen europäischen Welt. Meine Bewunderung hat diese Frau und mit ihr gilt die Hochachtung all jenen Frauen und auch Männern, die sich tapfer - gegen den Strom - hingestellt haben, ihr Leben riskieren und - gar nicht wenige davon - auch verloren haben.

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Planerin 2008 - der Grüne Frauenkalender ist fertig!!

12. Dezember 2007 - 18:14 Uhr

Eines meiner Lieblingsprojekte des heurigen Jahres ist fertig: Die Planerin 2008 - ein fescher, lesenswerter, informativer und alltagstauglicher Frauenkalender. Dieser Kalender behandelt Stadtthemen aus Frauensicht, liefert Informationen - dank “Peripherie - Institut für praxisorientierte Genderforschung” und Politisches - dank meinen grünen Kolleginnen aus Stadt, Land und Bund. Und, was mich besonders freut, er wurde von verschiedensten Frauen aus Graz mitgestaltet. Aus einem Fotowettbewerb haben wir mit Hilfe einer kompetenten Jury aus über 140 eingesendeten Bildern Fotos ausgewählt, die wir nun im Kalender veröffentlichen. Die Bilder im Kalender stammen von Gerburg Schider, Ruth Rämbitsch, Johanna Hierzegger, Eva Khil, Daniela Jakob, Bianca Pühringer, Bettina Mayer, Angelika Basch, Galina Toktalieva. Danke an alle Fotografinnen, die mitgemacht haben! Grafisch wurde die planerin von Mario Rampitsch von unserer Top-Agentur “engarde” umgesetzt.

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1000 Euro für Mütter

6. Dezember 2007 - 17:22 Uhr

Bürgermeister Nagl hat als neueste Idee eine Grundsicherung für Mütter vorgestellt. 1000 Euro für jene, die bis zum dritten Lebensjahr des Kindes dieses selbst betreuen. Neben dem interessanten Detail, dass nun auch die ÖVP den Begriff “Grundsicherung” für sich entdeckt, lohnt es sich näher hinzuschauen: Er beruft sich auf eine Erhebung unter 2200 Steirerinnen, 800 davon in Graz, wovon zwei drittel angeben, dass sie lieber bis zum dritten Lj. bei ihren Kindern bleiben würden.

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Ein Zeichen gegen Gewalt setzen- Kommt zum Lichtermeer am 24.11.!

19. November 2007 - 15:21 Uhr

Am kommenden Samstag, dem 24.11.2007, ab 16 Uhr können alle Grazerinnen und Grazer als Teil des Lichtermeers ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen und Kinder setzen. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Hauptbahnhof. Der Abschluss findet um 18 Uhr am Grazer Hauptplatz statt. Gewalt gegen Frauen und Kinder ist einer der größten Skandale dieser Gesellschaft….

Dieser Tage finden Aktionstage gegen die sogenannte häusliche Gewalt statt. Gemeint ist damit immer noch überwiegend die Gewalt (von mehrheitlich Männern) gegen Frauen. Die - wenn Kinder im Haushalt sind - sich meist auch gegen Kinder richtet: Wir reden von all den Formen “alltäglicher” Gewalt wie der wiederholten Kränkung und ständigen Entwertung bis hin zu psychischem Terror. Wir reden natürlich von körperlicher Gewalt in Form von Zwang, Schlägen, Vergewaltigung und Mord. Die Familie ist keineswegs so heil, wie sie gerne beschworen wird. Für viele Frauen - unerträglich viele - ist die “Familie” der gefährlichste Ort. Und das gilt ebenso für viele Kinder, direkt und indirekt betroffen. Die Berichte aus den Frauenhäusern, der Polizei und die Medienberichterstattung geben nur einen Einblick in die Dimension - noch immer gilt, dass  jede 5. Frau von Gewalt betroffen ist. Heute ist Gewalt gegen Frauen und Kinder als Thema nicht mehr tabu - dank der Frauen- und Kinderschutzorganisationen, die sich dafür eingesetzt haben, die Gewalt hinter der privaten Wohnungstüre öffentlich zu machen. Aber immer noch ist es notwendig, deutlich dagegen aufzutreten. Der unabhängige Frauenbeauftragte der Stadt Graz Brigitte Hinteregger verdanken wir diese Initiative: Möglichst viele Lichter gegen Gewalt zu entzünden und sich damit eindeutig gegen Gewalt gegen Frauen und Kinder aussprechen. Also, Samstag, 16 Uhr Hauptbahnhof: Hinkommen und mitmachen! 

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Cynthia McKinney aus den USA bei uns im Lokal

24. Oktober 2007 - 19:06 Uhr

Zu den guten Seiten des PolitikerInnenlebens gehört die Chance außergewöhnliche und liebenswerte Menschen kennenzulernen. So auch heute. Wir konnten bei uns im Lokal in der Mariahilferstr. 23 Cynthia McKinney aus Georgia, USA begrüßen. Sie wird heute das Schlossbergfestival ELEVATEdemocracy eröffnen. Cynthia McKinney war demokratische Abgeordnete und hat als eine der schärfsten KritikerInnen der Bush(Kriegs)Politik auch außerhalb der USA auf sich aufmerksam gemacht. Die Afroamerikanerin ist eine vehemente Verfechterin der Grundrechte. Nach der Ernüchterung innerhalb der demokratischen Partei plant sie nun für die Grünen bei den Präsidentschaftswahlen 2008 anzutreten. Das Gespräch mit ihr war ein echtes Erlebnis für mich.  Sie spricht in harten aber klaren Worten über die inneramerikanischen (Unrechts)Verhältnisse und die katastrophale US-Außenpolitik. Und besticht dabei durch Temperament und Humor. Wir Grazer Grünen wünschen ihr alles Gute und weiterhin so viel Kraft - denn Amerika ist nicht Österreich, das ist mir heute wieder einmal klar geworden. Mehr über Cynthia McKinney unter www.allthingscynthiamckinney.com und  das hochinteressante Programm von  ELEVATEDEMOCRACY  bis zum 28.10. gibts auch bei uns im Lokal.

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Die ÖVP hat bemerkt, dass es Frauen gibt

21. Oktober 2007 - 09:15 Uhr

Die ÖVP hat sich ein bisschen umgeschaut und bemerkt: die Bevölkerung ist auch in Graz zur Hälfte weiblich und in den anderen Parteien gibt es Frauen an wählbarer Stelle, in entscheidenden Positionen und überhaupt…. Was macht die ÖVP: sie zaubert Frauen aus dem Hut. Noch vor einer Woche glänzte die ÖVP durch gänzliche Abwesenheit von Frauen (siehe Werbebeilage der letzten Woche) und heute stellt sich der Bürgermeister als Hahn im Korb vor. Bei näherem Hinsehen bleibt: Keine Frau in vorderer Position. Die Stadträte bleiben männlich. Das Vorzugsstimmenverfahren wird Frauen mit Sicherheit benachteiligen auch die Überraschungsfrau Angelika Ratswohl, deren Verdienste um das Frauenhaus ich schätze. Und wer beobachten konnte, wie es Eva Maria Fluch ergangen ist in den letzten Jahren, die regelmäßig durch eine traditionelle Parteimännerlogik ausgebootet wurde, weiß, dass sich nicht wirklich was ändern wird. Sissi Potzinger, die gemeinsam mit Vinzenz Liechtenstein im Komitee gegen Kdolsky agitiert, weil sie sich scheiden läßt, ist ein Paradebeispiel für die ÖVP-Frauen- und Familienpolitik, die sich in der Tradition verheddert hat. Sigi Nagl hat sich mit seinem Frauenbild auch nicht gerade originell hervorgetan mit seiner Diktion von den Frauen, die ihre Kinder in Kinderbetreuungseinrichtungen abgeben, um dann im Café zu rauchen… Heute können wir ihn auf einem Bild beim Wäschewaschen bewundern. Ich wundere mich nur noch und bin wirklich gespannt, was von all den großen Tönen nach dem 20. Jänner noch gilt.

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Einkommensschere und Teilzeit

11. Oktober 2007 - 07:34 Uhr

In den letzten Tagen freut sich unser Bürgermeister darüber, dass die Stadt im Personalbereich Kosten spart und das bei mehr Beschäftigten. Viel mehr Teilzeitarbeitsplätze (für Frauen) sind die Erklärung für diesen “positiven” Trend, der das Budget natürlich etwas entlastet. Auf www.diestandard.at ist aktuell nachzulesen, dass der neueste Einkommensbericht des Bundesrechnungshofes wieder einmal zum Schluss kommt, dass die Einkommen von Frauen nur 60 % jener der Männer betragen. Eine der Erklärungen des Bundesrechnungshofpräsidenten - wenig überraschend: Teilzeitarbeit führt auch in hochqualifizierten Bereichen zu eklatanten Einkommensunterschieden.  Und sie führt zu Armut in den Billiglohnbranchen - direkt und vor allem für Frauen. Zum letzten Frauentag haben wir vom 8. Märzkomitee Graz einen Film zu diesem Thema entwickelt. Umgesetzt und produziert wurde er von der unabhängigen Frauenbeauftragten der Stadt Graz Brigitte Hinteregger, das Archivmaterial stammt aus dem Frauendoku. Ihr findet ihn unter Videos auf meiner Videoseite - sehr sehenswert und auch hörenswert, eine meiner Töchter ist die Sprecherin.

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Organisationen im gesellschaftlichen Graubereich

10. Oktober 2007 - 18:46 Uhr

Am Samstag war ich zum ersten steirischen NGO-Tag eingeladen: Eine Veranstaltung, zu der Landesvater Voves eingeladen hat und zu der ich gerne hingegangen bin, denn schließlich geht es da um meine berufliche Heimat. Sinn war, die Breite der Nicht-Regierungs-Organisationen aus dem NonprofitBereich, also Vereine, Initiativen zu Sozialem, Menschenrechten, Minderheiten, Sport, Frauen, Jugend, Qualifizierung, Integration, Beschäftigung, Gesundheit, Behinderung etc…. darzustellen und womöglich war dieser Tag auch dazu gedacht, ein politisches Bekenntnis zu ihrer Bedeutung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt abzugeben. Nicht überraschend, dass wieder und das immer noch, hauptsächlich von der Finanzierung die Rede war: Diese ist für die meisten Organisationen, die im gesellschaftlichen Graubereich - dort wo der Staat nicht mehr und die Privaten noch nicht oder auch nicht mehr zuständig sind - immer noch eine reine Defizitsituation. Ein weiteres politisches Bekenntnis wird also nicht ausreichen. Ich hoffe die  (wievielte?) Plattform bleibt dran, denn wenn wir uns umschauen, dann sehen wir, dass es zwar einen ziemlich wachsenden Kuchen gibt in Österreich, die Verteilung des Kuchens aber nicht gerecht ist - immer weniger. Wenn das weitere soziale Auseinanderdriften von uns nicht gewollt wird, dann ist es notwendig, ganz besonders in diesen Bereich zu investieren. Anstatt wie bisher, einfach Almosen an lästige BittstellerInnen zu verteilen. Ich nenne nur zwei Bereiche: Integration und Pflege

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